
Über uns | Thomistisches Institut
Das Thomistische Institut für Psychologie vereint die Weisheit des Thomas von Aquin mit modernen Erkenntnissen, um ein ganzheitliches Menschenbild zu fördern.
Über uns und unsere Mission
Das Thomistische Institut für Psychologie (TIP) setzt sich dafür ein, ein christliches Menschenbild zu vermitteln. Indem wir die tiefgründige Weisheit des Thomas von Aquin mit aktuellem psychologischen Fachwissen verbinden, wollen wir einen umfassenden Ansatz für seelische Gesundheit und Krankheit entwickeln.
Unsere Arbeit konzentriert sich in erster Linie darauf, Seelsorger, Therapeuten, Berater und andere im Bereich der seelischen Gesundheit Tätige mit einem fundierten Instrumentarium und Rahmen auszustatten, der auf wissenschaftlicher Erkenntnis und der Würde jeder Person beruht. Darüber hinaus bieten wir Seelsorgern und Psychologen Unterstützung und legen den Grundstein dafür, dass künftige Generationen eine Thomistische Perspektive einnehmen können.
Durch Forschung, Lehre und klinische Praxis möchten wir eine überzeugende Alternative zu den gängigen psychologischen Modellen bieten, ohne dabei deren wertvolle Errungenschaften außer Acht zu lassen.

Über Thomas von Aquin | Weisheitsquelle für Thomistische Psychologie

Ein klares Menschenbild als Grundlage
Ein wesentlicher Beitrag Thomas von Aquins liegt darin, ein klares, in sich stimmiges Menschenbild zu formulieren, das auch heutigen Fragestellungen gerecht wird. Er zeigt auf, dass Glück nicht in rein materiellen oder vergänglichen Dingen zu finden ist, sondern einer tieferen Verankerung bedarf. Dies beinhaltet zugleich die Frage, warum Menschen trotz eines gemeinsamen Strebens nach Erfüllung oft an ihren eigenen Gefühlen, Verletzungen oder falschen Zielen scheitern.
Der Einfluss auf die psychologische Arbeit
Gerade in der modernen Psychologie zeigt sich, wie wichtig ein fundiertes Verständnis des Menschen ist, das auch philosophische Dimensionen einschließt. Vielen psychologischen Modellen fehlen explizite Aussagen über das Menschenbild oder das finale Ziel menschlichen Strebens. Genau hier bietet Thomas von Aquin einen wertvollen Bezugsrahmen: Er verknüpft die Würde, die jedem Menschen innewohnt, mit einer realistischen Betrachtung seiner Fähigkeiten und Grenzen.
Das Thomistische Institut für Psychologie (TIP) knüpft an diese Einsichten an, indem es Thomas von Aquins Anthropologie - also seine Lehre vom Menschen - nutzt, um Konzepte für die seelische Gesundheit abzuleiten.
Wegweisend für ein umfassendes Konzept
Thomas von Aquin war bestrebt, die Wahrheit über den Menschen nicht nur theologisch, sondern auch philosophisch nachvollziehbar darzulegen. Durch diese Brücke zwischen Glaube und Vernunft bietet seine Lehre einen Rahmen, in dem sich moderne Psychologie und zeitlose Weisheit sinnvoll ergänzen.
Für das TIP ist die Thomistische Philosophie somit mehr als eine historische Referenz: Sie bildet das Fundament dafür, seelisches Wohlbefinden nicht nur als bloße Abwesenheit von Symptomen zu verstehen, sondern als ganzheitliches, auf menschliche Entfaltung und tiefere Lebensperspektiven ausgerichtetes Konzept.

Das Team


Jeanne-Marie Ganucheau, MSW, LCSW
Jeanne-Marie ist eine klinische Sozialarbeiterin, die in der psychiatrischen und psychosomatischen Behandlung von Patienten tätig ist. Sie konnte mit der Thomistischen Psychologie vielen Menschen helfen, die mit mentalen und geistigen Problemen zu kämpfen hatten.
Ihr Lehrer und Mentor war Dr. Patrick DiVietri, ein ehemaliger außerordentlicher Professor am Christendom College und am Mount St. Mary's Seminary, der basierend auf den Arbeiten von P. Ripperger einen vernunftgemäßen und effektiven Ansatz für die Beratung erarbeitete.
Jeanne-Marie bildet Psychotherapeuten, Seelsorger und Laien in Thomistischer Psychologie aus, hauptsächlich über Monte Christo und das Thomistic Institute of Psychology. Sie berät Monte Christo auch in Fragen der seelischen Gesundheit und unterstützt die Societas Matris Dolorisissimae (SMD) bei Fällen.
Jeanne-Marie verbindet über 30 Jahre Erfahrung in der direkten Beratung mit dem Wissen aus ihrer Arbeit als klinische Sozialarbeiterin und Fallmanagerin, strategische Planerin und Trainerin. Diese Fähigkeiten, zusammen mit ihrer Leidenschaft für Theologie und Philosophie, bilden eine solide Grundlage für ihre Arbeit als Therapeutin und Pädagogin.
Jeanne-Marie arbeitete zunächst in verschiedenen Positionen im Gesundheitswesen in den Bereichen Akutversorgung, physische Rehabilitation und häusliche Krankenpflege. Nach mehr als 15 Jahren im Gesundheitswesen wechselte sie in die Kranken- und Lebensversicherungsbranche, wo sie Schulungs- und Mitarbeiterentwicklungsprogramme koordinierte. Nach dem Hurrikan Katrina arbeiteten sie für den Senat der Vereinigten Staaten als Bindeglied für Gemeindeentwicklung, wo sie ihre Verwaltungs-/Planungsfähigkeiten einsetzen konnte, um Gemeinden in ganz Louisiana zu unterstützen.
Seit 2013 arbeitet sie auf vertraglicher, projektspezifischer Basis für mehrere gemeinnützige Einrichtungen. In den letzten Jahren bot sie direkte Beratung/klinische Sozialarbeit nach der Thomistischen psychologischen Methode an und hat dabei Perspektiven aufgezeigt, die Menschen zu Gott als Quelle des Glücks und der Erfüllung führen.
P. Ulrich Johannes Alex CRVC
Er wurde 1971 in Singen am Hohentwiel, in der Nähe des Bodensees geboren. Die Grund- und Hauptschule besuchte er in Steisslingen, und schloss eine zweijährige Berufsfachschule in Elektrotechnik an. Am Technischen Gymnasium absolvierte er sein Abitur. Um seinen Berufswunsch als Lehrer ausüben zu können, studierte er Philosophie, Theologie und Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau.

Doch Gott hatte andere Pläne mit ihm und rief ihn in den Priesterdienst. Er trat in den Orden der „Brüder vom Gemeinsamen Leben“ ein und empfing im Jahr 2008 die Priesterweihe. Als Kaplan wirkte er in der Pfarrei St. Martin in Augsburg. Später arbeitete er als Wallfahrtspriester an der Wallfahrtskirche „Maria mit dem gütigen Herzen“ Waghäusel, seit einigen Jahren dient er an der Wallfahrtskirche „Maria Linden“ Ottersweier, wo er Wallfahrtsrektor ist. Seine bisherigen Tätigkeitsfelder umfassen Religionsunterricht, Jugendarbeit, Beichtpastoral und Vortragstätigkeit im Bereich der Erwachsenenbildung. Das Denken des Heiligen Thomas hilft ihm, sich im vielstimmigen Konzert verschiedenster theologischer Richtungen zu orientieren.

Dr. Mona Diegelmann
Dr. Mona Diegelmann absolvierte das Abitur an der Marienschule in Fulda. Nach einem freiwilligen sozialen und missionarischen Dienst in Uganda studierte sie ab 2009 Psychologie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena (B.Sc.) und der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg (M.Sc.). Anschließend arbeitete sie wissenschaftlich in einem fachübergreifenden Forschungsteam zu Zusammenhängen zwischen Aktivität und Depressivität im Alter.
Ergebnisse dieser Arbeiten veröffentlichte sie in internationalen Fachzeitschriften und präsentierte sie auf internationalen Fachkonferenzen. 2017 wurde sie in Heidelberg zum Dr.phil. in Psychologie promoviert. Große Teile ihrer Studienzeit wurden vom Cusanuswerk gefördert. 2021 schloss Frau Dr. Diegelmann die Approbationsausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin am Tiefenpsychologischen Institut Baden in Heidelberg ab und arbeitete parallel fast fünf Jahre lang als Psychologin in einer psychiatrischen Akutklinik. Seit 2023 ist sie angestellt als Psychotherapeutin in einer ambulanten Praxis in Mainz tätig. Darüber hinaus arbeitet sie seit einigen Jahren eng mit Priestern zusammen, u.a. in der Begleitung von Seminaren.
Seit der Schulzeit interessiert sie sich für das Zusammenspiel von Psychologie und Theologie sowie für existenzielle Fragen des Lebens, denen sie mit wissenschaftlicher Akribie auf den Grund zu gehen versucht. Dafür studiert sie philosophische Grundlagen, befasst sich gerne mit Originaltexten des Thomas von Aquin, und beschäftigt sich mit modernen psychologischen Denkschulen aus philosophischer Sicht. Seit 2019 nimmt sie jährlich an Konferenzen zur Thomistischen Psychologie für Therapeuten in den USA teil und steht in engem Kontakt mit dem Thomistic Institute of Psychology.
